Das Ende der Schubladen

Das Ende der Schubladen

Was mache ich eigentlich?

Neulich hat mich jemand gefragt, was ich im Moment eigentlich trainiere.

Yoga?
Krafttraining?
Mehr Beweglichkeit?
Oder doch Ausdauer?

Ich musste kurz überlegen.
Denn die ehrliche Antwort lautet: Ich weiß es nicht so genau.

Mal dies, mal das. Und manchmal verschwimmen die Grenzen völlig.

Der Körper denkt nicht in Kategorien

Wir Menschen lieben Schubladen. Das gibt uns Orientierung: Das ist Yoga. Das ist Krafttraining. Das ist Dehnen. Das ist Entspannung.

Aber mein Körper scheint diese Begriffe gar nicht zu kennen.
Wenn ich morgens aufwache, meldet er sich nicht mit den Worten: „Heute hätte ich gerne 30 Minuten Mobility-Training.“

Er sagt eher:

„Ich möchte mich lang machen.“
„Ich brauche heute etwas Kraft.“
„Bitte nur eine sanfte Bewegung.“
„Ich möchte an die frische Luft.“

Das fühlt sich nach einer ganz anderen Sprache an.

Dazwischen liegt ein spannender Raum

Manchmal beginne ich mit einer Bewegung und merke nach wenigen Minuten, dass etwas ganz anderes daraus werden möchte.

Aus einem Spaziergang wird ein kleines Krafttraining im Park.
Aus ein paar Dehnübungen wird plötzlich eine längere Yogaeinheit.
Und manchmal entstehen Bewegungen, die in keine Kategorie passen.
Sie sind nicht richtig Yoga und nicht richtig Krafttraining. Sie haben vielleicht nicht einmal einen Namen.

Aber sie tun gut.

Ich glaube, genau dort – zwischen den Schubladen – liegt ein spannender Raum.

Ein Raum für Neugier.
Ein Raum zum Ausprobieren.

Und manchmal auch ein Raum, in dem wir unserem Körper ein bisschen besser zuhören können.

Vielleicht brauchen wir weniger Etiketten

fymf – Free Your Moves Forever – bedeutet für mich nicht, noch eine weitere Bewegungsmethode zu finden.
Es bedeutet eher, den Mut zu haben, die Schubladen manchmal einfach offen zu lassen.

Nicht jede Bewegung muss sofort eingeordnet werden.
Nicht jede Einheit braucht ein Etikett.

Manchmal genügt die Frage:

Was würde mir heute guttun?

Und vielleicht ist die Antwort viel einfacher, als wir denken…


Veröffentlicht

in

von

Schlagwörter: